Termine wie die START-Messe 2016 in Düsseldorf unter dem Thema “Franchise-Konzepte” rücken immer näher und werfen die Frage nach funktionierenden Franchise-Geschäftsideen auf. Diese ermöglichen einen zügigen und effektiven Einstieg in die Welt des Unternehmertums und nehmen Gründungswilligen eine entscheidende Frage ab: Welche Idee ist für mich das richtige Konzept und kann am Markt bestehen?

Franchise-Geschäftsideen – was ist das?

Unter einem Franchise-Konzept versteht man die identische Replikation einer Geschäftsidee an einem neuen Standort. Das bereits bestehende Geschäftsmodell wird einfach kopiert und eine nahezu identische Firma wird an einem anderen Standort nach dem bereits erprobten und bewährten Erfolgsrezept der Ausgangsfirma aufgebaut.

Seitens des Franchise-Gebers gibt es natürlich Vorgaben: Corporate Identity, Produkte und Dienstleistungen, Preise und Abgaben des Gewinns sind vertraglich geregelt und einheitlich.

Eine Franchise-Geschäftsidee funktioniert dafür aber sicher und man braucht in der Regel nicht viel Startkapital, da lediglich die Kosten für die Gründung übernommen werden müssen und ansonsten alles schon vorhanden ist oder vom Franchise-Geber gestellt werden kann. Immerhin ist ihm am Gelingen seiner Franchise-Nehmer gelegen.

Ist eine Franchise-Geschäftsidee richtig für mich?

Zunächst stellt sich die Frage nach den Voraussetzungen, die man erfüllen sollte, wenn man sich als künftiger Franchise-Nehmer sieht. Je nach Franchise-Geschäftsidee sind die Anforderungen komplett verschieden. Manche Franchise-Geber verlangen sehr wenig bis auf das Engagement, sich fortzubilden und beispielsweise an der Franchise-eigenen Akademie teilzunehmen. Für Franchise-Geschäftsideen, die einen spezifischen Beruf in ihr Geschäftsmodell verbaut haben, was es allerdings seltener gibt, ist meistens eine abgeschlossene Berufsausbildung im jeweiligen Fachbereich erforderlich.

Vor allem aber sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man als Franchise-Nehmer glücklich wird. Man wird sich in gewissem Rahmen an die Vorgaben des Franchise-Gebers halten müssen und kann sich geschäftlich nie 100%ig verwirklichen. Wenn man sich allerdings mit der Franchise-Geschäftsidee identifizieren kann, dürfte das keine Schwierigkeit darstellen und man wird in diesem beruflichen Umfeld dennoch langfristig glücklich. Auch ein langfristiger Plan ist keine schlechte Idee, denn so kann man beispielsweise mehrere Filialen nach dem gleichen Konzept an unterschiedlichen Standorten eröffnen und sich auf diesem Wege ein durchaus attraktives Einkommen sichern.

Franchise-Geber werden

Anstatt sich als Nehmer an einer Franchise-Geschäftsidee zu versuchen, kann man stattdessen auch selber ein Konzept auf die Beine stellen, das Franchise-Potenzial hat. Voraussetzung dafür ist, dass die Firma sich genau in der bestehenden Form replizieren ließe. Das Geschäftsmodell muss also klar umrissen sein und es muss jederzeit reproduzierbar bleiben. Eine starke Corporate Identity ist ebenfalls wichtig, da sämtliche Franchise-Filialen gleich aussehen müssen, um den Erhalt der Marke zu gewährleisten. Ein solches Modell sollte von Beginn an als solches konzeptioniert werden.

Besonders geeignet sind Ideen, die schon vorher auf dem Franchise-Weg funktioniert und ihren Erfolg unter Beweis gestellt haben, beispielsweise gastronomische Konzepte. Bestand hatten allerdings auch schon Unternehmens- oder Versicherungsberatungen oder andere Geschäftsbereiche, in denen man eher wenig Potenzial für eine Franchise-Geschäftsidee vermuten würde.